Läuse - Banales Problem ?
21. May 2008Die moderne High-Tech Medizin läßt manche scheinbar banale Probleme links liegen. Einige alte Probleme der Menschheit profitieren davon - Läuse sind beispielsweise auch heutzutage nicht auszurotten. Eher im Gegenteil, ihre Anzahl nimmt zu, wie Mediziner weltweit bemerken.
Dies hängt mit der zunehmenden Resistenz gegen gängige Behandlungen zusammen. Dabei sind Kopfläuse von der Biologie gesehen ganz einfach aber ungeheuer wirkungsvoll arbeitende Lebewesen. Die kleinen 2-3 mm großen Läuse leben speziell von menschlichem Blut. Dies holen sie sich mit einem Stechrüssel mehrmals täglich ganz frisch aus der Kopfhaut, meist vom Wirt unbemerkt. Der oft auffällige Juckreiz (der dann zur Entdeckung führt) wird nicht wie bei Hautkrankheiten durch die Haut sondern durch ausgesonderte Speicheldrüsensekrete hervorgerufen.
Das Blut muss regelmäßig frisch vorhanden sein. Ohne Blut überleben die Läuse nicht mehr als 2 oder 3 Tage. In dieser Zeit die Kopfläuse ungemein produktiv. Ihre Eier, auch als Nissen bezeichnet, werden knapp über der Kopfhaut an die Haare angeklebt. Sie sind farblos bis bräunlich, nur die leeren Hüllen der Nissen besitzen eine weißliche Farbe. Es reicht also ein Zeitraum von etwa 2-3 Wochen von der Eiablage bis zur Geschlechtsreife der folgenden Läusegeneration.
Kopfläuse haben nichts mit mangelnder Sauberkeit zu tun, die Übertragung erfolgt vielmehr durch Krabbeln, manchmal auch durch Gegenstände wie Haarbürsten oder Kopfunterlagen.